Alarmierung der Stützpunktfeuerwehr Schwarzenbach a.Wald

Warum wurden zu dem Brand eines Mülleimers so viele Feuerwehrfahrzeuge alarmiert? Welche Fahrzeuge werden bei einem Verkehrsunfall benötigt? Auf solche und ähnliche Fragen wollen wir Ihnen in diesem Artikel antworten geben.

Die Feuerwehren im Landkreis Hof werden seit Oktober 2008 durch die Integrierte Leitstelle Hochfranken alarmiert. Diese Leitstelle ist unter der europaweit einheitlichen Notrufnummer 112 erreichbar und für die Alarmierung und Einsatzabwicklung der Feuerwehren und des Rettungsdienstes in unserer Region zuständig. Unterstützt wird der Disponent, so werden die Bediensteten der Leitstelle genannt, durch eine Fülle von Kommunikations- und Informationsmitteln. Unter anderem steht Ihm ein Computerprogramm zur Verfügung, mit Hilfe dessen die jeweiligen Einsätze protokolliert und bearbeitet werden. Name des Anrufenden, Art des Notfalls, Örtlichkeiten und weitere Informationen werden hier erfasst. Unter anderem wird hierüber auch die eigentliche Alarmierung der benötigten Einsatzmittel - sprich Fahrzeuge, Material und Personal - eingeleitet.


In der Software sind bereits alle Örtlichkeiten des Einsatzbereiches, alle Feuerwehren mit Ihren Fahrzeugen, der jeweiligen Ausstattung und des verfügbaren Personals zu verschiedenen Tageszeiten und Wochentagen hinterlegt. Ebenfalls gibt es ein Schema verschiedener Einsatzlagen mit dazugehörigen, bereits im Vorfeld festgelegten Einsatzmitteln, die für die Abwicklung des Einsatzes wahrscheinlich nötig sind. Sicher kann so ein System nicht perfekt sein, da jeder Einsatz individuell ist und nicht pauschal betrachtet werden kann, es ist aber eine Hilfestellung für den Disponenten und deckt bereits den ersten Bedarf an Hilfsmitteln ab.
Wurde z. B. der Brand eines Müllcontainers in Musterstadt eingegeben, sucht das System zunächst welche Einsatzmittel für dieses Stichwort hinterlegt sind - z. B. 500 Liter Löschwasser, 4 Atemschutzgeräte, usw. Wenn das System nun weiß, was für diesen Einsatz benötigt wird, wird bei der nächsten Feuerwehr zum Schadensort nachgesehen, ob alles vorhanden und zur jeweiligen Tageszeit das nötige Personal vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, wird bei der nächsten Feuerwehr nachgeschlagen. Dies geschieht so lange, bis alle geforderten Materialien gefunden sind. Im Anschluss werden nun alle Feuerwehren alarmiert.

Die eigentliche Alarmierung erfolgt über sogenannte Funkmeldeempfänger. Das sind kleine Funkempfänger die jeder Feuerwehrkamerad bei sich trägt. Sobald die Meldeempfänger der einzelnen Feuerwehrangehörigen Alarm geschlagen haben begeben sie sich unmittelbar zur Feuerwache.

In der Feuerwache angekommen, rüsten sich die Feuerwehrangehörigen dann mit ihrer Einsatzkleidung aus und begeben sich mit den Einsatzfahrzeugen zum Unglücksort.
Zusätzlich zur Alarmierung mit Funkmeldeempfänger werden alle Kameraden auf Ihrem Smartphone benachrichtigt. Möglich macht dies ein sogenannter Einsatzmonitor welcher im Gerätehaus installiert ist. Dieser besteht aus einem Computer weclher das Alarmfax der Leitstelle empfängt und auswertet. Auf Flachbildfernsehern werden dann alle Einsatzrelevanten Daten angezeigt und vorab als nachricht versendet.