1. Vorsitzender

1869-1872 Johann Weber
1872-1876 Johann Köhler
1876-1879 Georg Sichert
1879-1886 Nicol Wirth
1886-1890 Christian Spörl
1890-1919 Adam Wirth
1919-1934 Christof Lang
1934-1938 Nikol Hellpoldt
1938-1940 Johann Herrmann
1940-1950 Max Franz
1950-1953 Max Meister
1953-1955 Max Peetz
1955-1964 Willi Wich
1964-1980 Armin Kießling
1980-1985 Helmut Meitner
1985-1991 Tillo Gebelein
1991-2008 Uwe Tausch
2008-2011 Daniel Sarembe
2011-heute Gerhard Thüroff

2. Vorsitzender

1964-1976 Willi Wich
1976-1980 Tillo Gebelein
1980-1985 Rainer Beckstein
1985-1991 Heinz Thüroff
1991-2011 Gerhard Thüroff
2011-2017 Michael Grießbach
2017-heute Thomas Kriesten

1. Kommandant

1869-1872 Georg Spörl
1872-1874 Oberförster Guth
1874-1875 Georg Spörl
1875-1881 Heinrich Spörl
1881-1885 Nicol Wirth
1885-1886 Johannes Findeiß
1886-1890 Nicol Wirth
1890-1934 Heinrich Bischoff
1934-1940 Johann Herrmann
1940-1952 Max Franz
1952-1952 Heinrich Hoffmann
1952-1953 Simon Hüttner
1953-1969 Heinrich Dirrmar
1969-1974 Berthold Neupert
1974-1991 Dieter Dornheim
1991-2003 Heinz Thüroff
2003-heute Markus Hannweber

2. Kommandant

1869-1872 Johann Köhler
1872-1874 Wilhelm Dittmar
1874-1875 Heinrich Spörl
1875-1877 Johann Weber
1877-1881 Nicol Wirth
1881-1886 Christof Jahn
1886-1889 Adam Will
1889-1890 Karl Hohenberger
1890-1890 Karl Frisch
1890-1892 Johann Köhler
1892-1895 Wilhelm Lang
1895-1913 Johann Weber
1913-1922 Willhelm Lang
1922-1934 Nicol Wirth
1934-1939 Karl Ortlam
1939-1945 Johann Jahn
1945-1949 Willi Staubitzer
1949-1952 Heinrich Dittmar
1952-1953 Hans Wunner
1953-1955 Simon Hüttner
1955-1962 Hans Wunner
1962-1968 Berthold Neupert
1968-1969 Helmut Meitner
1969-1974 Dieter Dornheim
1974-1991 Werner Poser
1991-1997 Matthias Hagen
1997-2009 Franz Schich
2009-2015 Manuel Greim
2015-heute Sandro Herrmann

Am 26. April 1869 fanden sich in Schwarzenbach am Wald mutige Männer zusammen, um die 1. organisierte Feuerwehr im Landkreisgebiet Naila zu gründen. Die Gründung dieser Turner-Feuerwehr resultierte aus dem "Großen Brand" am 8. August 1859, bei dem Schwarzenbach bis auf wenige Gebäude niederbrannte.  Die Arbeit von 10 Jahren Wiederaufbau wollte man nicht noch einmal ungeschützt den Brandgefahren aussetzen.

Die Mittel, die einer Feuerwehr in der damaligen Zeit zur Verfügung standen, waren mit der heutigen Ausrüstung natürlich in keiner Weise zu vergleichen:

Eine zentrale Wasserversorgung gab es zu dieser Zeit noch nicht, so diente das Wasser in Brunnen, Bächen und Teichen als Brandbekämpfungsmittel.

Die eigentliche Geräteausrüstung beschränkte sich auf einige Feuerlöschschläuche und Pumpenmaschinen, die mit menschlicher Kraft betrieben wurden. Das Wichtigste bei einem Brand waren in dieser Zeit die "Eimerketten", bei deren Einsatz mit Wasser gefüllte Eimer aus Leder oder Leinen von Hand zu Hand gereicht und so die Entfernung von Wasserstelle zum Brandobjekt überwunden wurde. Auf diese Weise blieb allerdings auch einiges vom wertvollen Löschmittel "auf der Strecke".

Als Löschwasserentnahmestellen innerhalb des Ortes sind in alten Karten und Plänen noch eingezeichnet:

-    der "Obere Teich" beim früheren Forstamtsgebäude   

-    der mittlere Teich, an dessen Stelle 1923 das alte Rathausgebäude errichtet worden ist    und

-    die beiden unteren Teiche an der Einmündung Mulz- und Brauhausweg in die Hauptstraße und an der Peunthe.

Weiterhin werden sich vielleicht noch einige ältere Mitbürger an den Rosenbach erinnern, der beim Forstamtsgebäude seine Quelle hat und – heute kanalisiert – durch Schwarzenbach fliest.

Obwohl Schwarzenbach a. Wald schon 1494 das Marktrecht besaß, hatte der Ort im Jahre 1797 erst 698 Einwohner. Bis 1861 stieg die Einwohnerzahl auf 1.714 an und vier Jahre nach Gründung der Wehr, also 1873, zählte man 1.758 Einwohner. Bis zur Jahrhundertwende erhöhte sich die Zahl auf 1.603,  1939, vor Beginn des II. Weltkrieges, wurden 2.406 Einwohner gezählt und 1978 betrug die Zahl 3.508.

Aus dem Protokoll der Gründungsversammlung vom 17.4.1869 ist zu entnehmen, dass Georg Spörl zum Hauptmann, Johann Köhler zum Adjutanten und Friedrich Weber zum Kassier gewählt wurden und somit die 1. Führung unserer Wehr verkörperten. Vorstand des Turnvereins und somit auch der Freiw. Feuerwehr war Johann Weber.

Nach der damaligen Satzung bildete die Feuerwehr ein selbständiges Corps,  welches vom jeweiligen Turnvereinsvorstand geleitet wurde.

Die Feuerwehr gliederte sich in zwei Hauptabteilungen:

-    Die Löschmannschaft, bestehend aus Schlauchführern und Pumpern

-    und die Rettungsmannschaft, bestehend aus Steigern und Austrägern.

Am 30. Juni 1869 bat der Ausschuss erstmals in einer Eingabe an die Marktgemeindeverwaltung um eine Unterstützung zur Anschaffung von nötigen Geräten, sowie um Verwendung bei den Versicherungsgesellschaften. Weitere Gesuche an andere Behörden folgten. Von den erhaltenen Zuschüssen und dem Ertrag einer Haussammlung erhielt die Wehr ihre erste eigene Ausrüstung zur Verstärkung der gemeindeeigenen Pumpmaschine, Ansteigleiter und den vorhandenen Wassereimern.

 Wie aus dem Protokollbuch zu erfahren, sagte die Marktgemeinde am 23.1.1873 zu, eine neue Löschmaschine zu beschaffen, was auch bald darauf geschah. Diese neue Löschmaschine kam am 17. Juli 1874 bei einem Brand in Presseck zum ersten Mal zum Einsatz. Folgende Notiz findet sich im Protokollbuch:

"Am 17. Juli 1874 Feuer in Presseck mittags 11.30 Uhr bemerkt.

Alarm zum Abmarsch mit neuer Spritze um 11.45 Uhr.

-    Vorspann: Löhmarmühle - Kreuzknock: Ochsen

-    Kreuzknock bis auf die Straße:    Kühe

-    Eintreffen am Brandplatz nach 1 Uhr.

Als Zubringer für Pressecker, Rugendorfer und Stadtsteinacher Spritzen gearbeitet.

Nieder: 6 hölzerne Wohnhäuser mit 3 Scheunen,

Pause ca. 4.30 Uhr abends, Erholung bei Posthalter Ruppert.

Heimmarsch ca. 6 Uhr.

Truppe: 30 Mann stark.

Spritzenleistung: Allgemeine Anerkennung."

Aus diesem kleinen Bericht kann man ermessen, wie schwierig in der damaligen Zeit die Alarmierung war und welch kostbare Zeit verrann, bis auswärtige Feuerwehren zum Einsatz kamen. Telefon und Motorfahrzeuge waren ja damals noch nicht bekannt.

Im Jahre 1873 verpflichteten sich die Mitglieder zur Anschaffung eines weiß-grauen Uniformrocks. Ein Jahr später wurden die ersten Helme gekauft, die Uniformen mussten die Mitglieder selbst bezahlen. Um den Ausbildungsstand zu erhöhen, wurden immer wieder neue Geräte und Ausrüstungsgegenstände angeschafft.

In der Generalversammlung am 2.2.1885 beschloss man die Trennung der Feuerwehr vom Turnverein. Neue Statuten wurden erarbeitet und von den Mitgliedern genehmigt. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Feuerwehr ein selbständiger Verein mit eigenem Vorstand.

In vielen Brandeinsätzen musste sich die Wehr bewähren, sie rettete Hab und Gut und genoss schon bald über die Marktgrenzen hinaus einen guten Ruf. Aus den vielen Aufzeichnungen hier ein kurzer Ausschnitt zur Veranschaulichung:

"Am 10.Juni 1888 brach auf dem oberen südlichen Boden der Scheune des Bäckermeisters Fritz Kammerer ein Feuer aus, nachdem schon 2 Tage vorher in der Heubanse ein Feuer gelöscht werden konnte. Den Brand am Sonntag, den 10.Juni bemerkte man erst, als das Feuer bereits durch die Dachung brannte. Bei den Löscharbeiten sind drei Feuerwehrmänner teils schwer verletzt worden."

Weiter heißt es in diesem Bericht, dass die Marktgemeinde der Feuerwehr eine Spende von 30 Mark übergab und der königliche Bezirksamtmann das Verhalten der Feuerwehr belobigend anerkannte und es dem hohen königlichen Staatsministerium zur Kenntnis brachte.

Ein besonderes Ereignis dürfte es damals für die Wehr gewesen sein, dass am 30.Juni 1889 in Schwarzenbach ein Gautag der Freiwilligen Feuerwehren stattfand. Das 25jährige Bestehen der Wehr im Jahre 1894 wurde ebenfalls mit einem Gaufeuerwehrtag verbunden. Bei diesem Anlass konnten auch Mitglieder mit 25jähriger Dienstzeit mit dem Ehrenzeichen ausgezeichnet werden.

Die Bevölkerung von Schwarzenbach a. Wald fühlte sich ihrer Wehr sehr verbunden. Von den Spenden und Schenkungen, die der Verein erhielt, ist besonders die testamentarische Verfügung des Lehrers Sigmund Dittmar zu erwähnen, der dem Verein im Jahre 1899 200 Mark vermachte. Auch die am Ort ansässigen Firmen und Institute haben in der Vergangenheit immer wieder durch Geld- und Sachspenden ihrer Verbundenheit mit der Jubiläumswehr Ausdruck verliehen.

Im Jahre 1909 wurde das 40jährige Vereinsjubiläum in festlichem Rahmen gefeiert. Zu dieser Zeit zählte die Wehr 82 Mitglieder. In der Vereinsgeschichte ist zu lesen, dass im August 1914, zu Beginn des I. Weltkrieges, 37 Wehrmänner einrücken mussten.

Um die Einsatzbereitschaft zu erhalten, war man gezwungen, auf die alten Kameraden zurückzugreifen, da auch die Mitglieder der damaligen Jugendkompanie zum Heeresdienst eingezogen wurden. Am 9.März 1919 fand unter der Leitung des Kommandanten Heinrich Bischoff die erste Hauptversammlung der Wehr nach Ende des Krieges statt. Man musste feststellen, dass viele Kameraden gefallen, vermisst oder schwer verwundet waren. Es galt daher, aus der heranwachsenden Generation neue Mitglieder zu werben.

Trotz der wirtschaftlich schweren Zeit ließ es sich die Wehr damals nicht nehmen, ihr 50jähriges Bestehen im Jahre 1919 würdig zu begehen.

Nach dem 1. Weltkrieg wuchs die Zahl der Mitglieder und auch die Ausrüstung der Wehr verbesserte sich, was eine erhöhte Einsatzbereitschaft zur Folge hatte. Die alte Feuerwehrscheune blieb aber weiterhin der Mittelpunkt und Sammelplatz der Wehr.

Zur damaligen Zeit bestand die Aufgabe der Wehr auch darin, alle feuerwehrdiensttauglichen Männer im Feuerschutz auszubilden. Diese sogenannte "Pflichtfeuerwehr" musste alljährlich bei Übungseinsätzen mit den Löscheinrichtungen vertraut gemacht werden.

Mit Pflichtbewusstsein und Eifer wurde in all den Jahren das umfangreiche Ausbildungsprogramm von den Funktionsträgern der Feuerwehr durchgeführt. Die Pflichtfeuerwehr stand der Freiw. Feuerwehr bei allen Brandeinsätzen als Unterstützung zur Verfügung.

Im Jahre 1930 konnte der damalige Kommandant Heinrich Bischoff ein wohl einmaliges Jubiläum feiern: Er stand seit 10.2.1890, also seit 40 Jahren als Kommandant an der Spitze der Wehr, über 2 Weltkriege hinweg, mit all ihren Schwierigkeiten und Nöten.

Am 25.9.1932 wurde Heinrich Bischoff zusammen mit Vereinsdiener Christof Rummer für 50jährige Dienstzeit geehrt, eine Zeit, die uns Respekt und Anerkennung abverlangt. 1934, am Ende seiner 44jährigen Kommandantur, wurde Heinrich Bischoff zum 1. Ehrenkommandanten der Wehr ernannt.

Der II. Weltkrieg brachte viele Erschwernisse. Mit den wenigen verbliebenen Männern mussten die erhöhten Anforderungen, die sich durch den Bombenkrieg in der Heimat ergaben, gemeistert werden. Der Mannschaftsstand sank soweit ab, dass ab 1942 die gesamte damals organisierte Jugend zum Feuerwehrdienst herangezogen wurde. Auch die Altgedienten sprangen wieder ein und widmeten sich der Erhaltung des Feuerschutzes. Der Kommandant in dieser Zeit war Max Franz, der später zum Ehrenkommandanten ernannt wurde. Zu dieser Zeit erhielt unsere Feuerwehr auch ihre erste Motorspritze TS 8, die erst im Jahre 1963 durch eine neue ersetzt wurde.

Im Jahr der Stadterhebung und des 85jährigen Jubiläums unserer Wehr, konnte ein bedeutendes Fest begangen werden: die Weihe des neuen Gerätehauses. Die alte Feuerwehrscheune hatte ausgedient und die Feuerwehr zog in ein damals für den Lks. Naila modernes Gerätehaus um.

Das Fest am 7. und 8. August 1954 erfüllte die damalige Mannschaft mit Stolz und neuem Optimismus. Grundlage für die Verwirklichung dieses Baues war der Einsatz unseres damaligen Vorstandes Max Peetz, der immer wieder bei Bürgermeister Richter und dem Stadtrat mit Eingaben und Anträgen auf die nicht mehr der Zeit entsprechende Unterbringung der Wehr hinwies. Die Stadt verschloss sich diesen Argumenten nicht, und so wurde damals der Grundstein für die weitere Entwicklung unserer Wehr zu einer Stützpunktwehr gelegt.

Im Jahr darauf wurde ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16 an die Wehr übergeben und ein von der Firma ERBA gestifteter Lastkraftwagen Opel Blitz wurde in Eigenleistung von den Wehrmännern zu einem Mannschaftswagen umgebaut.

Die Wehr war auch eine der ersten im Landkreis Naila, die mit Atemschutzgeräten ausgerüstet wurde, alles in Hinblick darauf, in Schwarzenbach eine einsatzbereite und schlagkräftige Mannschaft mit den nötigen Geräten auszustatten und den Idealismus weiter zu fördern.

Der damalige Kommandant und spätere Kreisbrandmeister Heinrich Dittmar hatte in dieser Zeit maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung der Wehr in technischer und personeller Hinsicht.

Am 19. April 1969 fand anlässlich des 100jährigen Bestehens unserer Wehr ein Festakt im Schützenhaus statt. Das Jubiläumsfest wurde am 27. und 28. Juni 1970, in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Naila ausgerichtet. Bei diesem Fest wirkten allein beim Festzug am Sonntag 2.000 Personen mit und mit der "Musikkapelle Plüderhausen" landete die Wehr einen großen Erfolg, über den noch lange geredet wurde. Die Wehr bestand damals aus 40 Aktiven und 24 Passiven, die unter der Leitung des damaligen Vorstandes Armin Kießling einen reibungslosen Ablauf dieser Großveranstaltung gewährleisteten.

Am 22. Sept. 1971 wurde vom Verwaltungsrat der Beschluss gefasst, als Ersatz für den defekten Mannschaftswagen "OPEL BLITZ" ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 anzuschaffen. Das Fahrzeug, dass damals 90.000,- DM kostete, wurde am 31. März 1973 in Ulm abgeholt und im Rahmen eines Festabends im Tell-Heim an die Wehr übergeben.

 

Im Jahre 1978 konnten durch die großzügige Spende der Sparkasse Schwarzenbach die langersehnten hydraulischen Rettungsgeräte (Rettungsspreizer und Rettungsschere) angeschafft werden. Diese sind noch heute als Reservegeräte für den Notfall im Einsatz.

 

Bei den Neuwahlen im Jahre 1979 gab Armin Kießling nach 16 Jahren sein Amt als Vorstand ab. Die Ernennung zum Ehrenvorstand war mehr als verdient, da unter seiner Führung der Zusammenhalt und die Kameradschaft in der Wehr wieder neu gestärkt wurden. Leider blieb unserem Ehrenvorstand die Auszeichnung für 40 Jahre aktive Dienstzeit versagt, da ihm zum Zeitpunkt seines 60. Geburtstages noch wenige Monate fehlten.

 

Ein großer Tag für die Wehr war der 6. Sept. 1980. An diesem Tag wurde dem damaligen Kommandanten und Kreisbrandmeister Dieter Dornheim das neue Tanklöschfahrzeug TLF 16 übergeben und der Erweiterungsbau des Gerätehauses eingeweiht. Dieser war nötig geworden, weil das neue Großfahrzeug nicht in die alten Garagen passte und auch sonst die Platzverhältnisse im Gerätehaus recht beengt waren.

 

Im Jahre 1984 wurden die ersten 20 Geräte für die neu eingeführte "Stille Alarmierung" an die Feuerwehrkameraden übergeben. Die restlichen Aktiven mussten bis zum Jahre 1986 warten, denn erst zu diesem Zeitpunkt war die Beschaffung der letzten 20 Funkwecker abgeschlossen. Seit dieser Zeit sind die 2 Sirenen in Schwarzenbach überwiegend nur noch bei Probealarmen oder größeren Einsätzen zu hören.

 

Am 1. Januar 1988 trat die Wehr dem Verein "Nordostoberfränkisches Feuerwehrmuseum" bei. Einige Kameraden halfen in den Monaten August/ September tatkräftig bei der Renovierung des Feuerwehrmuseums im Schauensteiner Schloß mit.

In diesem Jahr erhielt die Wehr auch ein schon lange benötigtes Einsatzleitfahrzeug 11/1. Mit diesem Fahrzeug wurde die Einsatzleitung abgewickelt, die Großfahrzeuge konnten direkt an der Einsatzstelle eingesetzt werden.

Die Atemschutzgeräte aus dem Jahre 1959 wurden ebenfalls im Jahre 1988 durch neue Geräte ersetzt. Die dafür nötigen Kameraden absolvieren die Ausbildung zu Atemschutzgeräteträgern und werden immer wieder Belastungstests in der Atemschutzübungsstrecke in Münchberg unterzogen.

 

Im Jahre 1990 wurde der erste Antrag zur Neubeschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges LF 16 als Ersatz für das LF 8 aus dem Jahre 1973 gestellt. Durch die umwälzenden Änderungen nach der Grenzöffnung und die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, hatten sich die finanziellen Möglichkeiten der Länder und Gemeinden leider so verschlechtert, dass die Beschaffung in den nächsten Jahren nicht zu verwirklichen war.

 

Der Großbrand eines Mehrfamilienwohnhauses am 17. März 1993 wird noch vielen in Erinnerung sein. Damals bemühten sich 120 Wehrmänner mit 24 Fahrzeugen, das Gebäude und seine Bewohner zu retten. Ein Toter und eine Schwerverletzte, die an den Folgen des Brandes starb, waren zu beklagen.

 

Das 125jährige Jubiläum vom 24. – 26.6.1994 mit einem Festkommers am Freitag, einem Unterhaltungsabend am Samstag mit den „Weyerer Spitzbuam“ aus Oberösterreich und dem Festzug am Sonntag war ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Wehr.

 

Im Juli 1997 konnte endlich der Ersatz für das veraltete LF8 in Dienst gestellt werden. Ein LF16/12 mit neuem Rettungssatz, ergänzt durch einen Sprungretter – teilweise von der Wehr und aus Spenden finanziert – wurde zum schlagkräftigsten Fahrzeug der Wehr. 1998 konnte die Ausrüstung, wiederum durch Vereinsmittel und Spenden, um einen Greifzug ergänzt werden. Der „Förderkreis Notfallversorgung“ übergab ebenfalls 1998 ein Roll-Gliss mit Rettungswanne an die Wehr. Für die Unterbringung dieses Geräts wurde das 11/1 in Eigenleistung entsprechend umgebaut.

 

1999 unternahm die Wehr ihren bis heute letzten Ausflug – die letzten Jahre konzentrierte sich alles auf Einsätze, Ausbildung und die Verbesserung der Schlagkraft der Wehr. Die persönliche Schutzausrüstung konnte komplett auf die „Bayern-2000“-Schutzkleidung umgestellt werden, neue Meldeempfänger wurden beschafft, Handsprechfunkgeräte usw. usw.  Hier gebührt unser großer Dank der Stadtverwaltung Schwarzenbach, die trotz der 12 Ortwehren mit fast 300 Aktiven die finanziellen Aufwendungen für den Erhalt der Feuerwehr nicht scheut.

 

Im Jahr 2003 wurde durch Spenden des „Förderkreis Notfallversorgung“ ein Abstützsystem und ein Rettungsgurt übergeben – herzlichen Dank!

 

Seit 2005 hat unsere Wehr eine weitere Aufgabe übernommen:  „HvO – Helfer vor Ort“  bedeutet seither für viele

Menschen in Not schnelle Hilfe und oftmals Rettung des Lebens. Auch hier konnte durch Spenden die Ausrüstung immer weiter verbessert werden – alles zu Gunsten der Bürger Schwarzenbachs.

 

 

Die Übergabe eines neuen MZF 11/1 im November 2007. Dieses Fahrzeug, dringend benötigter Ersatz für das 1988 in Dienst gestellte MZF, ist das mit modernster Kommunikationstechnik ausgestattete, als Einsatzleitfahrzeug nutzbare allradgetriebene „Schmuckstück“ der Wehr.

Der Feuerwehrverein hatte zum 31.12.2009  81 Mitglieder. Diese unterteilen sich in Feuerwehrtanwärter, aktive -, passive -, Ehren- und fördernde Mitglieder. Die Stärke der aktiven Feuerwehr beträgt mit Stand 31.12.2009  aus insgesamt 53 Feuerwehrfrauen und -männern. Diese unterteilen sich in 44 Aktive und 9 Feuerwehranwärter.